Liebe Mama ,                                    Floß den 2.04. 1944

 bitte bekomme keinen Schrecken wenn dich dieser Brief erreicht.
Er kommt aus dem Lazarett in Floß,in dem ich seit zwei Tagen liege. Es geht mir
gut den Umständen entsprechend wie man sagt. Ich bin am Arm und am linken Fuß
verwundet worden. Vater will sicher genau wissen wie es geschehen ist also,wir mein
Kmd. Jochen Peiper und ich wollten uns in der alten Ziegelei mit Nahkampfmitteln
                          versorgen. Wir wollten so dann einen Iwan Panzer der sich bei unserem Posten II im Wald versteckt hatte angehen.

Als ich in der Ziegelei aus unserem Tiger ausgestiegen bin um von einem Mun LKW Panzerfäuste zu holen,hat so ein Russischer
Heckenschütze das Feuer auf mich eröffnet. Nur der Geistesgegenwart meines
Freundes J. Peiper ist es zu verdanken das das ich euch diese Zeilen noch schreiben
kann. Er gab mir Deckung und ich konnte mich hinter einer Mauer klein machen.
Jochen hat dann die Alte Ziegelei freigekämpft und mich dann zum Verbandsplatz
gefahren. Ein wahrer Freund sag ich Euch. Nun bin ich auch noch zum Verwundetenabzeichen eingereicht worden.

Ich hoffe das ich mit dem nächsten Transport der
Richtung Heimat geht nach Hause komme. Freue mich auf Euch und macht
Euch keine Sorgen um mich.

Bis auf bald Euer Sohn.

Ulrich v. Arnsberg